GESCHICHTE DES MUSEUMS
- seit mehr als 230 Jahren > Das Sattlermuseum wurde aufgrund einer Jahrhunderte andauernden Sattlertradition der Familie Wieser in Hofkirchen gegründet. Ursprünglich befand sich im Haus Hofkirchen Nr. 30 (s. Foto) mindestens 200 Jahre eine Sattlerei in Familienbesitz.
Im Franziszeischen Kataster von 1817 ist das Gebäude der ehemaligen Sattlerei Wieser eingetragen, wie es seinem Grundriss nach bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts erhalten geblieben war. Danach wurde das Haus zur Gänze abgerissen.
In der Nachbarschaft befand sich noch eine Schmiede und eine Wagnerei.
(Zum Vergrößern Bild bitte anklicken!)
- im Jahre 1966 übersiedelte die Werkstätte dann ins Haus Hofkirchen Nr. 58 (spätere Bezeichnung des selben Hauses mit Lanzenberg Nr. 51 und
heute mit Ipfmühlstr. Nr. 15). Die Sattlerwerkstätte in Hofkirchen Nr. 30 wurde ab Mitte der sechziger Jahre bis zur Beendigung der Gewerbeberechtigung im Jahre 1970 nur mehr fallweise im Sommer
genutzt.
- bis 1970 > Josef Wieser sen.(s. Foto)
(+1971) führte den
Familienbetrieb bis zu seiner Erkrankung
im Jahre 1970.
1971 > Seit dem Tod von Josef Wieser sen. im Jahre 1971 wurden Werkzeuge und Gegenstände von seinem Sohn Josef sorgsam aufbewahrt.
1997 – 2005 > Im Jahre 1997 begann Josef Wieser jun. mit einer intensiven Sammeltätigkeit
und mit der Planung einer traditionellen Werkstätte.Die Sammlung wurde im Lauf der Jahre immer wieder durch zahlreiche private Schenkungen stark vergrößert.
Erst im Sommer 2005 gelangten alte Werkzeuge und Einrichtungsgegenstände im Zuge der Errichtung einer kleinen Museumswerkstätte wieder ans Tageslicht und stehen seither Besuchern zur
Verfügung.
2005 - 2013 Das Ö. Sattlermuseum wurde von der Familie Wieser aufgebaut und privat geführt.
seit 2013 > hat der Verein Freunde des Ö. Sattlermuseums und des Lederhandwerkes die Leitung des Ö. Sattlermuseums übernommen.
2005 -heute> Seit der Öffnung des Sattlermuseums für die Öffentlichkeit haben zahlreiche Besucher die Sammlung besichtigt.
Jährliche Sattlertreffen sind seither ein Fixpunkt im Museumsjahr und seit 2007 wurden in der Reihe KULTUR IN DER WERKSTATT unvergessliche Veranstaltungen organisiert. Die Sammlung wurde in diesen Jahren mit Objekten aus dem In- und Ausland stark erweitert und zahlreiche Projekte (FH Eisenstadt, HTL Linz, Pädagogische Hochschule, ...) durchgeführt. Die einzige Sattler-Fachbibliothek Europas verfügt im Jahre 2012 ca. 750 Medien und zahlreiche Dokumente, Fotos, Urkunden, Grafiken,... zum Sattler- und Lederhandwerk.
Vor allem wegen einer konsequenter Öffentlichkeitsarbeit besitzt das Ö. SATTLERMUSEUM heute einen hohen Bekanntheitsgrad in der Region, aber auch über die Grenzen Österreichs hinaus. (Weitere Informationen s. Archiv.)
Zukunft > Die Museumswerkstätte will nicht nur museale Handwerkzeuge verwahren, sondern das Sattlerhandwerk (und die Lederverarbeitung allgemein) für verschiedene Zielgruppen
(vor allem Schüler, Studierende, Interessenten, Werkerzieher, Liebhaber alter
Handwerkskunst, Kunstschaffende) erfahrbar und erlebbar machen. Daher wird in der
Werkstätte auch nach alten Methoden und mit altem Handwerksgerät der Rohstoff Leder
verarbeitet. Gelernte Handwerker werden eingeladen ihr fachliches Können zu vermitteln.

