um 1920 Sattler u. Tierpräparator
GESCHICHTE DES MUSEUMS
- seit mehr als 230 Jahren > Das Sattlermuseum ist aufgrund einer Jahrhunderte andauernden Sattlertradition der Familie Wieser in Hofkirchen gegründet worden. Ursprünglich befand sich im Haus Hofkirchen Nr. 30 (s. Foto) mindestens 200 Jahre eine Sattlerei in Familienbesitz.
Josef Wieser (1922-1971)
- im Jahre 1966 übersiedelte die Werkstätte dann ins Haus Hofkirchen Nr. 58 (spätere Bezeichnung des selben Hauses mit Lanzenberg Nr. 51 und
heute mit Ipfmühlstr. Nr. 15). Die Sattlerwerkstätte in Hofkirchen Nr. 30 wurde ab Mitte der sechziger Jahre bis zur Beendigung der Gewerbeberechtigung im Jahre 1970 nur mehr fallweise im Sommer
genutzt.
- bis 1970 > Josef Wieser sen.(s. Foto)
(+1971) führte den
Familienbetrieb bis zu seiner Erkrankung
im Jahre 1970.
Firmenschild bis 1966
1971 > Seit dem Tod von Josef Wieser sen. im Jahre 1971 wurden Werkzeuge und Gegenstände von seinem Sohn Josef sorgsam aufbewahrt.
1997 – 2005 > Im Jahre 1997 begann Josef Wieser jun. mit einer intensiven Sammeltätigkeit
und mit der Planung einer traditionellen Werkstätte.
Erst im Sommer 2005 gelangten alte Werkzeuge und Einrichtungsgegenstände im Zuge der Errichtung einer kleinen Museumswerkstätte wieder ans Tageslicht und stehen nun der Öffentlichkeit zur
Besichtigung zur Verfügung.
2005 -2010> Seit der Öffnung des Sattlermuseums für die Öffentlichkeit haben zahlreiche Besucher die Sammlung besichtigt. Jährliche Sattlertreffen sind seither ein Fixpunkt im Museumsjahr und seit 2007 wurde jährlich auch eine Veranstalung in der Reihe KULTUR IN DER WERKSTATT organisiert. Die Sammlung wurde in diesen Jahren mit Objekten aus dem In- und Ausland stark erweitert und zahlreiche Projekte (FH Eisenstadt, HTL Linz, Pädagogische Hochschule, ...) durchgeführt. Die einzige Sattler-Fachbibliothek Europas verfügt im Jahre 2010 ca. 400 Medien zum Sattler- und Lederhandwerk.
Vor allem wegen konsequenter Öffentlichkeitsarbeit besitzt das Ö. SATTLERMUSEUM heute einen hohen Bekanntheitsgrad in der Region, aber auch über die Grenzen Österreichs hinaus. (Weitere Inofrmationen s. Archiv.)
Zukunft > Die Museumswerkstätte will nicht nur museale Handwerkzeuge verwahren, sondern das Sattlerhandwerk (und die Lederverarbeitung allgemein) für verschiedene Zielgruppen
(vor allem Schüler, Studierende, Interessenten, Werkerzieher, Liebhaber alter
Handwerkskunst, Kunstschaffende) erfahrbar und erlebbar machen. Daher wird in der
Werkstätte auch nach alten Methoden und mit altem Handwerksgerät der Rohstoff Leder
verarbeitet. Gelernte Handwerker werden eingeladen ihr fachliches Können zu vermitteln.